Matchbericht

Im zweiten Auswärtsspiel der NLB-Saison gibt es für den American Football Club St. Gallen die zweite Niederlage. Gegen die Argovia Pirates resultierte im aargauischen Buchs eine 26-13 Niederlage. Auf der offensiven Seite fehlte es den Ostschweizern an Durchsetzungsvermögen um gute Angriffsserien in Punkte umzumünzen. Defensiv wurden viele verfehlte Tackles zum Verhängnis. Auch die Junioren mussten bei der 26-6 Niederlage ordentlich Lehrgeld bezahlen.

Nach dem ordentlichen Saisonstart in Lausanne mit einem 12-12 Unentschieden starteten die Bears Juniors mit einem guten Selbstbewusstsein in die Partie gegen die Juniors der Pirates. Anknüpfend an die Leistung gestalteten sie die erste Halbzeit ziemlich ausgeglichen, gingen aber trotzdem mit einem knappen 12-6 Rückstand in die Pause. In der zweiten Halbzeit übernahmen ihre Altersgenossen aus dem Aargau zusehends das Spieldiktat und die jungen Bären hatten dieser Leistungssteigerung nichts mehr entgegenzusetzen. Das Spiel endete demnach auch mit einem komfortablen 26-6 Sieg der Nachwuchspiraten.

Wöchentlich grüsst das 1. Halbzeit Murmeltier

Im Gegensatz zum Juniorenspiel war die erste Halbzeit der beiden Eliteteams unausgeglichen. Die Aargauer übernahmen von Anfang an das Zepter und gingen zwischenzeitlich mit 3 Touchdowns Unterschied in Führung. Die Defensive der St. Galler erwischte einen ungewohnt langsamen Start, wobei vor allem die vielen erfolglosen Tackleversuche ins Auge stachen. Andererseits macht die Offensive der Bären schon fast eine ungewollte Gewohnheit daraus, den Start zu verschlafen. In diesem Spiel brauchten sie jedoch nicht bis zur zweiten Halbzeit um aufzuwachen.

Gute Angriffsserien, keine Punkte

Die Offensive zeigte bald darauf, dass man gute Angriffsserien auf dem Kasten hat. Das Problem dabei war, dass man diese ein ums andere Mal nicht komplett durchziehen konnte und somit auch keine Punkte auf die Anzeigetafel brachte. Stellvertretend dafür war die letzte Angriffsserie vor der Halbzeit. Die Bears Offense marschierte über das ganze Feld, beendete die Angriffsserie jedoch einen halben Meter vor der Endzone aufgrund Zeitmangels, obwohl man mehrere Gelegenheiten hatte in die Endzone vorzudringen. Die Halbzeit endete ohne Touchdown für die Bears und mit einem 19-0 Rückstand.

Mehr Punch in der zweiten Halbzeit

In der zweiten Halbzeit zeigten die Bears dann beidseits des Balles mehr Willen und Durchsetzungsvermögen. Die Offense konnte gleich ein Ausrufezeichen setzen mit dem ersten Touchdown durch Til Frischmann. Wieder wurde eine schöne Angriffsserie vorgetragen, welche diesmal auch mit Punkten endete. Die Defense fand in der zweiten Halbzeit wieder zu ihrer gewohnten Stärke zurück, musste aber trotzdem noch einen Touchdown zulassen. Obwohl die Ostschweizer noch bis zum Schluss kämpften, war die Hypothek aus dem ersten Durchgang zu hoch. Die Offense der Bären spielte im zweiten Abschnitt zwar besser, aber punktete zu unregelmässig, um ein mirakulöses Comeback zu starten. So wartete man noch bis zum Schluss auf den zweiten Touchdown der Ostschweizer. Der Sieg in der zweiten Halbzeit ist vielleicht moralisch wertvoll fürs Team, ist aber schlussendlich in der Tabelle irrelevant.

Jetzt wartet der Vizerekordmeister aus Zürich

Die getankte Moral der zweiten Halbzeit kann aber dennoch hilfreich sein für das nächste Spiel gegen die Zurich Renegades am 8. April. Das Gastspiel beim Zürcher Vizerekordmeister wird das dritte Auswärtsspiel in Folge sein für die Ostschweizer. Man wird sich in St. Gallen sicherlich detailliert und intensiv auf dieses spezielle Spiel vorbereiten. Eine detaillierte Vorschau aufs Spiel folgt noch.