Das Schicksal nicht mehr in den eigenen Händen

Der American Football Club St. Gallen Bears verliert sein letztes Spiel der ersten Liga B Saison mit 14:26 gegen die Tigers aus Thun. Das Spiel im Gründenmoos war an diesem Wochenende viel knapper als noch vor einer Woche gegen denselben Gegner in Thun, trotzdem wird im Hinblick auf die nächste Saison viel Arbeit notwendig sein, um solche Spiele zukünftig siegreich gestalten zu können. Die Juniors bekam es auch wieder mit den Thuner zu tun und stellten ihre aufsteigende Leistungskurve ein weiteres Mal unter Beweis. Jedoch war gegen den Erstplatzierten nichts zu holen und man verlor 43:25.

Bei ausgelassener Stimmung am Samstagmittag im Stadion Gründenmoos starteten die Juniors der Bears in den Footballtag. Wie letztes Wochenende mussten sie sich wieder mit dem ungeschlagenen Tabellenführer der Junioren Gruppe B, die Thun Tigers, messen. Zum Erstaunen vieler gestaltete sich vor allem die erste Halbzeit sehr ausgeglichen und die Bears konnten dank einer gut funktionierenden Offense mit den Thunern Schritt halten. Nach der Halbzeit mussten sie diese jedoch ziehen lassen. Sie waren nicht mehr in der Lage mit einer hervorragend spielenden Offense der Thuner mitzuhalten und verloren das Spiel schlussendlich mit 25:43. Bedenkt man aber, dass heuer die Premierensaison der Bears Juniors war und dass man über die Saison deutliche Fortschritte erzielen konnte, so kann man von einer geglückten Saison sprechen. Darüber hinaus kann man mit der ersten Play-Off-Teilnahme der Saison noch die Krone aufsetzten.

Bears Eliten auf Wiedergutmachung aus

Auch das Elite-Team der Bears wollte zeigen, dass man einiges aus der deutlichen Niederlage vom letzten Wochenende gelernt hatte und war auf Wiedergutmachung im speziellen vor dem eignen Publikum aus. Die Analyse des letzten Spiels ergab, dass man sich weit unter Wert verkauft hatte, was diesmal nicht wieder passieren sollte. Dieser Wille zur Wiedergutmachung war den Bears anzusehen. Vor allem offensiv, nachdem man am vergangenen Wochenende keine Punkte erzielte, spielten die Bears viel besser und bewegten den Ball sehenswert über das Feld. Andererseits konnte die Defense ihre Fehlerquote stark verringern und gestand den Tigers nicht mehr so viel Raum zu. Trotzdem war noch immer der Zweitplatzierte der Liga B zu Gast und diese Qualität reichte den Thunern, um mit einer knappen 07:14 Führung in die Pause zu gehen.

Weniger Fehler, aber diese reichten aus

Die Bears merkten in der Pause, dass der Überraschungscoup an diesem Spieltag realisiert werden konnte und setzten ihre gute Leistung in der zweiten Halbzeit fort. Jedoch unterliefen ihnen immer noch zu viele Fehler, um diesen Überraschungscoup auch wirklich einzufahren. In der Offense verlor man den Ball in einer Phase, in der alles für die Einheimischen zu laufen schien und nahm so ein Stück weit die Euphorie aus dem Spiel. In der Defensive gab es wenige Fehler, aber diese Fehler wurden gnadenlos vom guten Passspiel der Thuner ausgenutzt. So sah man sich bald einem grösseren Rückstand gegenüber. Den Bears war hoch anzurechnen, dass man zu keinem Zeitpunkt das Spiel aufgab und bis am Schluss kämpfte, jedoch war die Hypothek aus den Fehlern zu gross, um ein erfolgreiches Comeback zu starten, und man verlor das Spiel schlussendlich mit 14:26.

Alle Bärenaugen sind auf Aarau gerichtet

Die Niederlage bedeutet für die Bears, dass es nicht mehr in ihren eigenen Händen liegt, ob sie ein Relegationsspiel bestreiten müssen. Da die Bieler ihr Spiel am Samstag gewinnen konnten, sind sie nicht mehr abstiegsgefährdet. Die Lausanne Owls mussten am Sonntag zur Halbzeitpause gegen die Zurich Renegades aufgeben, um Kräfte für das entscheidende Spiel gegen die Pirates zu sparen. Daher wird am kommenden Samstag der Fokus aller Bears auf dem Spiel Argovia Pirates – Lausanne Owls liegen. Verlieren die Westschweizer, gehen sie ins Relegationsspiel. Gewinnen sie das Spiel, dann müssen die Bears nochmals in die Rüstung steigen, um das Saisonziel Ligaerhalt definitiv klar zu machen.